Kann jeder für seine Trauerfeier Sie als Redner bekommen?
Selbstverständlich ja!
Wer mich engagieren will, kann das unbeschadet seiner Gläubigkeit oder Kirchenzugehörigkeit tun.
Ein Unterschied besteht allerdings: Die Pfarrer, Pastoren, Prediger, Popen und sonstige Diener der Kirchen machen ihren Dienst in der Regel kostenfrei, weil sie von ihren Kirchen unterhalten werden. Diesen Unterhalt der Geistlichen haben Sie als Kirchenmitglied lebenslang vorher bezahlt.
Ich berechne ein einmaliges Honorar für meine Arbeit.
Werden die Trauerfeiern bzw. Beerdigungen mit Ihnen anerkannt?
Gegenfrage: Von wem und wozu anerkannt?
Kann man bei Ihnen eine Psychotherapie machen?
Nein, ich habe keine Berechtigung zur Durchführung von Psychotherapie.
Sie können jedoch im gegenseitigen Einvernehmen psycho-soziale Beratungsgespräche bei mir buchen. Diese Gespräche werden allerdings von keinem Kostenträger anerkannt.
Arbeiten alle Redner außerhalb der Kirchen nach diesen Vorgaben?
Nein.
Wie es innerhalb der Kirchen große Unterschiede zwischen den einzelnen Pastoren gibt, gibt es sie in noch größerem Maße unter den Trauerrednern.
Sind Sie ein Freidenker?
Kann man sich nach der Trauerfeier/Beerdigung noch mal wieder an Sie wenden?
Selbstverständlich stehe ich Ihnen „hinterher“ weiterhin zur Verfügung.
Ein nachträgliches Gespräch ist in meinem Service-Paket enthalten und damit auch kostenfrei.
Intensive Gruppenarbeit unter meiner Leitung hat schon vielen Menschen sehr geholfen. Fragen Sie nach.
Wie ist der Ablauf der Trauerfeier/Beerdigung mit Ihnen? Gehen Sie mit ans Grab?
Die letzte Frage zuerst: Ja, ich gehe mit ans Grab.
Und: Selbstverständlich gehe ich auch bei späterer Urnenbeisetzung mit ans Grab.
Nun zum Ablauf der Feier:
Der Ablauf der Trauerfeier richtet sich grundsätzlich nach Ihren Wünschen, die Sie bitte mit dem Bestatter abklären.
Da es für mich keine vorgeschriebenen „Liturgien“ gibt, können Sie die Gestaltung der Trauerfeier frei erarbeiten. Ich bin offen für jeden kreativen und sinnvollen Vorschlag und sehr flexibel, um das alles zu einer gelungenen Feier zusammen zubringen.
Jedoch hat sich (zu meinem Bedauern) ein sehr einfaches Schema im Laufe der Jahre durchgesetzt, welches von den Hinterbliebenen meistens angefordert wird.
Das Schema:
1. Musik, 2. Rede, 3. Musik, 4.Gang zum Grab, bzw. Schlusswort in der Feierhalle, 5. Musik
Wir hätten gerne zur Trauerfeier/Beerdigung einen speziellen Bibeltext gehört. Ist das möglich?
Selbstverständlich ist das möglich. Ich bin der Überzeugung, dass ich aus jedem vorgegebenen Text etwas Sinnvolles für die Trauerfeier/Beerdigung herausarbeiten können muss. Das ist mein „Handwerk“.
Jedoch eine Einschränkung ist zu beachten: Die theologisch-pastorale Auslegung der Texte, wie sie in den Kirchen üblich ist, überlasse ich aus guten Gründen den Pfarrern, Pastoren und Predigern. Ich bevorzuge einen psycho-sozialen und historischen Umgang mit der Bibel.
Nein, wir möchten mit Bibel, Kirche und Beten nichts zu tun haben. Worüber sprechen Sie dann?
Es gibt in der Weltliteratur unendlich viele, sehr schöne und hilfreiche Texte, die man sehr gut für eine Trauerfeier verwenden kann.
Wenn Sie selbst einen Text vorschlagen, erarbeite ich daraus eine sinnvolle Rede für die Trauerfeier. Wenn nicht – suche ich einen schönen Text aus.
Generell spreche ich immer zusammenhängend über das Leben des verstorbenen Menschen.
Glauben Sie an Gott?
Gegenfrage: Was verstehen Sie unter Gott?
Generell glaube ich nicht an einen Gott, der im Weltall irgendwo existiert, Verantwortung für alles Seiende trägt und Gehorsam fordert, der also ein Gegenüber des Menschen ist.
Generell glaube ich jedoch an einen Gott, der ein anderer Begriff für das Selbst des Menschen ist und im jeweiligen Menschen „inwendig beheimatet“ ist. Gott ist für mich ein veralteter Begriff für diese oberste Instanz im Menschen.
Was geschieht mit der Seele nach dem Tode?
Die Radikalität des Todes wird weltweit verleugnet durch den nahezu universellen Glauben an eine Unsterblichkeit. Die Kunst, Beziehungen erfolgreich aufzulösen, ist fast unbekannt.
Eine einzige Gegenfrage klärt den Sachverhalt:
Welche Seele soll weiterleben, die frühere Seele des Kindes, die frühere Seele des erwachsenen Menschen, oder die jetzige, durch die Alzheimersche Erkrankung bis in den Grund zerstörte Seele des Verstorbenen?
Lassen wir die “idealisierte Seele“ des Verstorbenen in unserer Erinnerung weiterleben. Das genügt. Konkret und real gibt es sie nicht.
Beten Sie auch ein Vaterunser?
Nein, ich bete kein Vaterunser.
Früher habe ich schon mal dem verstorbenen Menschen ein Vaterunser gewidmet, aber auch das kann ich nicht mehr verantworten.
Ich erarbeite jede Trauerrede stundenlang am Schreibtisch und wäge alle meine Sätze ab. Die Hinterbliebenen nehmen einmalig und endgültig von ihrem Verstorbenen wirklich Abschied. Da ist ein sinnloses (Was hat der Tod des Verstorbenen mit der Bitte ums tägliche Brot zu tun?) Ritual, nur weil es aus der Tradition stammt, fehl am Platze.
Wird bei einer Trauerfeier/Beerdigung mit Ihnen auch gesungen?
Wenn Sie es wollen, wird auch gesungen.
Ich bin jedoch nicht im Singen geschult, also als tragende Stimme oder als Vorsänger für gemeinsamen Gesang nicht geeignet. In meinen Trauerfeiern/Beerdigungen wird selten gesungen, weil ich davon ausgehe, dass alle „einen Kloß im Hals haben“ und der Gesang eher als Belastung denn als Hilfe empfunden wird.
Jedoch vertrete ich nachhaltig die Auffassung, dass Musik zur Trauerfeier/Beerdigung dazu gehört.